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  • Kauf und Einsätze

Kauf und Einsätze

Die erste Spritze von Wangs


In früheren Jahrhunderten wurde auch das Dorf Wangs von grossen Brandkatastrophen heimgesucht,die ganze Häuserreihen einäscherten. Darin ist wohl der Grund zu suchen dass an der Sitzung des Gemeinderates vom 30. Mai 1868 beschlossen wurde, eine Saugspritze anzuschaffen und zwar vom Fabrikanten Dürr in Altstätten für 2700.- Fr. Sie sollte dann beim Bau des neuen Schulhauses ein geeignetes Spritzenlokal erhalten. Ein gewisser Jakob Wyss wurde beauftragt, bis dahin einen geeigneten Stadel oder Schopf zu suchen bis zum Bau des Spitzenhauses.

Beim Brand im Töbeli Sargans,hat sich diese Spritze schlecht bewährt und war am Schluss nicht einmal mehr brauchbar. Man beschloss die Spritze dem Herrn Dürr beim zuschlagen und die geleisteten Ratazahlungen zurückzufordern. Spritzenfabrikant DürrKilian erhielt 100.- Fr für Umtriebe.


Langspritze Wangs 1871

(d’ Sprüzä Wangs)


Am 7. Januar 1871 wurde vom Gemeinderat beschlossen, bei den Herren Gebr. Gimpert von Küsnacht (ZH) die grösst mögliche Saugspritze zu bestellen. Die Spritze Nr.3 für 3500.- Fr sei zu kaufen falls noch ca. 100 Fuss Schläuche mehr dazu gegeben würden. Für die Prüfung der Spritze wurde Herr Ingenieur Gugelberg von Maienfeld beauftragt. Zur Instruktion und Erlernung der Behandlungsweise der neuen Spritze hatte der Feuerwehrkommandant Schlegel eingeladen: “Die Spritzenreiniger”,“Die Feuerwehrhauptmänner”, “Die Adjudanten”, “ Die Hahnen- und Langschlauchführer”. Für die Abholung der neuen Feuerwehrspritze vom Bahnhof Mels, wird Herr Gemeinderat Vesti mit seinen Pferden gegen Entschädigung bestimmt.


Am Anfang des letzten Jahrhunderts brannten in Vilters etliche Häuser und Stallungen nieder. Die Feuerwehren des ganzen Bezirkes, so auch die Wangser wurden vom Feuerwehrkommandanten von Vilters zu den Löscharbeiten aufgeboten, die Wangser mit dem Befehl “Sprützä Wangs douhära”. Dieser Befehl wurde über die Kantonsgrenze hinaus bekannt. Tauchte in den Nachbarorten ein Wangser auf, riefen alle

“Sprützä Wangs douhärä”

Dass sich diese legendäre Spritze bewährte, bewies sie beim Brand von Heiligkreuz als bei den Hydranten kein Wasser kam. Mit 2 Pferden wurde die Spritze eiligst nach Heiligkreuz gefahren. Doch beim Brand angelangt, war (wie oben erwähnt) kein Wasser vorhanden, es musste von der 500m entfernten Seez herbeigeschafft werden. Leider waren zu wenig Schläuche vorhanden und die Melser Schläuche passten mit denen von Wangsnicht überein. Da dies die findigen Wangser aber wussten, hatten sie für solche Fälle ein Übergangsstück anfertigen lassen, welches auf alle Schläuche passte. Somit vollbrachten die Wangser das “Wunder” und pumpten das Seezwasser in den Brunnen von Heiligkreuz. Von dort saugte es die inzwischen von Chur eingetroffene Motorspritze auf und mit 8 Wendrohren konnte der Brand bekämpft werden.

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