Ende und Neuanfang
Im Jahre 1928 richtete man in Wangs die Hydranten ein. Dieser Umstand und die Entwicklung der Motorspritzen machten die Handdruckspritzen, und damit auch die Wangser Spritze, überflüssig. Das Schicksal der legendären Spritze Wangs war besiegelt.
Nun war es soweit, nach 57 Jahren Einsatz-Zeit, sollte die Wangser Spritze in einem Schopf versorgt, und lange zeit vergessen werden.
Im Jahr 1979, genau 51 Jahre nach der Stilllegung, wurde Mario Gruber, der zu dieser Zeit Umzugschef de Fasnachtsgesellschaft Wangs war, darauf aufmerksam gemacht, dass man die alte Spritze in den Umzug einbauen könnte. Mario Gruber ging die Spritze, die immer noch in dem Schopf im Neuwangs abgestellt war, besichtigen und sah sofort, dass da mehr dahinter steckt, als nur ein Sujet für die Fasnacht.
Mario konnte nicht mehr aufhören an die Spritze zu denken, denn sein Grossvater erzählte ihm schon immer von der legendären Spritze Wangs. Nach einigen Erkundungen erfuhr er, dass die alte Spritze im Besitz von Herr Gemeinderat Anton Grünenfelder (Wangs) war.
Der Gedanke war geboren die alte Spritze zu restaurieren. Dem Initiator Mario Gruber war schnell klar, dass viele Stunden Arbeit, intensive Forschung und Fachleute dafür notwendig sein werden, da sich die Spritze in einem sehr schlechten Zustand befand. Einige Teile fehlten ganz, andere vielen Auseinander.
Als die Restaurierung schon fast abgeschlossen war, fehlte immer noch die Lampe der Spritze. Mario suchte und wurde leider nicht fündig. Mario besuchte dann den Ortsansässigen Herr Stieger. Stieger war ein bekannter Mann, der mehr konnte als andere Menschen. Mario erzählte ihm von seinem Kummer wegen der Lampe und Stieger sagte zu Ihm: "Hör uf z'sueche und a sou würsch du sie finda".
Eine Weile Später ging Mario spazieren Richtung Letzi und da Sieht er vom weiten beim Haus der Familie Kalberer im Letzibach eine rote Lampe. Mario ging dann zu Rita Kalberer und Tatsache war es die lang gesuchte Lampe der Spritze Wangs. Rita Kalberer war sofort bereit, die Lampe an Mario zu übergeben, damit die Spritze wieder komplett war.
Die gesamte Restaurierung dauerte von 1979 bis 1983. In diesen 4 Jahren leisteten viele Personen unzählige Stunden Fronarbeit. Unten sie die Personen aufgeführt, die Massgeblich mitgeholfen haben die Spritze zu restaurieren:
Mario Gruber, Wangs
Anton Grünenfelder Wangs
Willi Tschudin, Wangs
Willi Steiger, Wangs
Georg Fischer AG, Schaffhausen
Paul Willi, Heiligkreuz
Jürg Haltiner, Chur
ELCO AG, Vilters
Paul Grünenfelder, Wangs
Marcel Good, Sargans
Mario Gruber Jun., Wangs
Anton Breu, Wangs
Strafanstalt Regensdorf
Ernst Spillmann Jun., Wangs
Laurenz Grünenfelder, Wangs
Albin Zimmermann, Wangs
Anton Grünenfelder, Wangs
Josef Gruber, Wangs
Zellweger AG, Sargans
Stefan Hutter, Sargans
Hans Bärtsch, Mels
Armin Schnider, Wangs
Bruno Hutter, Bad Ragaz
Paul Kalberer, Wangs
Valentin Gruber, Wangs
Hans Benz, Mels
Paul Wyss, Wangs
Georg Mark, Wangs
Silvio Grünenfelder, Sargans
Heinz Niederer, Sargans
Eugen Kalberer (Sternen), Wangs
Ernst Spillmann, Wangs
Rita Kalberer, Wangs
Josef Grünenfelder, Wangs
Richard Kalberer Wangs
Möhr Holzbau, Maienfeld
Schreinerei Schumacher, Wangs
Hugo Perret, Mels
Peter Wyss, Wangs